Kurs 100
Theologie / Philosophie

28.11.2017

Dienstag 19.00 bis 20.30 Uhr

Das Geschäft mit der Sünde

Luthers Kritik am Ablasswesen

Vortrag

„Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt.“ Mit diesem Versprechen zogen eifrige Ablassprediger durch die Lande. War das Ablasswesen ein Geschäft mit der Sünde? Hat die Kirche Kasse gemacht mit dem schlechten Gewissen der Menschen?

Als Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablass veröffentlichte, war das Ablasswesen ein bereits seit mehreren Jahrhunderten wichtiges Element im Leben der Kirche. Es eignete sich als ein sozial akzeptiertes Modell der Schwarmfinanzierung, um Kirchen, Straßen und Brücken zu bauen. Aber ebenso gerne griffen die Menschen auf den Ablass zurück, wenn er mit verschiedenen Frömmigkeitsübungen wie Gebeten oder Werken der Barmherzigkeit verbunden war. Denn der Ablass machte den Fortschritt eines jeden Einzelnen auf dem Weg zum Seelenheil messbar.

An verschiedenen Beispielen zeigt Christiane Laudage, wie das Ablasswesen im Mittelalter funktioniert hat, bis Martin Luther mit seiner Kritik dieses System im Kern getroffen hat.

Veranstaltungsort

Haus der Kirche, Bastionstr. 6, Düsseldorf

Referent/in

Dr. Christiane Laudage, Historikerin, Bonn

Leitung

Harald Steffes, Studienleiter

Teilnahmebeitrag
7 €