Kurs 42
Kultur

02.03.2018 | 09.03.2018 | 16.03.2018

freitags

11.00 bis 12.30 Uhr

Judith, Judas und der verlorene Sohn

Außenseitergestalten zwischen Skandal und reformatorischem Gnadengedanken

Seminar

Zwiespältig sind sie alle drei: die alttestamentliche Tugendheldin, die einen Männermord begeht; der Jünger, der seinen Herrn mit einem Kuss, einer Geste inniger Liebe, preisgibt; der vergnügungssüchtige Spross, der erniedrigt zurückkehrt und sich von seinem Vater aufgerichtet wiederfindet. Wo die Ferne zu Gott droht oder Gnade waltet, wollen wir anhand von Bildkunstwerken untersuchen, seien es Sebald Behams oder Rembrandts Darstellungen zum Gleichnis vom verlorenen Sohn, Judas-Gestalten bei Giotto, Leonardo, Pankok oder in Reformations-Altären, seien es die Judith-Variationen von Cranach d. Ä. über Caravaggio bis zur Femme fatle eines Gustav Klimt.

An drei Motivkreisen wird deutlich, wie bildende Kunst durch eine theologische Lektüre vertiefend erschlossen werden kann.

Umgekehrt wird sichtbar, wie der reformatorische Gnadengedanke verschiedene Ausprägungen und Veranschaulichungen erfährt.

Veranstaltungsort

Haus der Kirche, Bastionstraße 6, Düsseldorf

Referent/in

Dr. Karoline Künkler, Kunsthistorikerin und Künstlerin, Düsseldorf

Leitung

Harald Steffes, Studienleiter

Teilnahmebeitrag
15 € für alle drei Termine