Nach dem 1. Weltkrieg erlebte der New Yorker Stadtteil Harlem eine Blütezeit. Jazz, Blues und Charleston eroberten von hier aus über Schallplatte und Radio die amerikanischen Wohnzimmer und bald die ganze Welt. Zeitgleich entstanden Schwarze Bürgerrechtsorganisationen und eine heute zu Unrecht kaum bekannte Literaturszene, die Afroamerika eine starke Stimme verlieh.
1930/31 studierte der heute wohl bekannteste deutsche Theologe des 20. Jahrhunderts zwei Semester in New York: Dietrich Bonhoeffer. Der Student engagierte sich ehrenamtlich in einer schwarzen Kirchengemeinde, reiste durchs Land und studierte die Werke des frühen „Civil Rights Movement“. Das Jahr prägte den jungen Theologen nachhaltig und bereitete ihn auf die Zeit im Deutschen Widerstand vor.
Schlingensiepen erzählt von Harlem und von Bonhoeffers Erfahrungen, aber er schlägt auch eine Brücke zu Donald Trump und der MAGA-Bewegung.
Johanneskirche, Seminarraum 1. Stock, Martin-Luther-Platz 39, Düsseldorf
Respekt und Mut
Hellmut Schlingensiepen, Autor und Filmemacher, Düsseldorf