Kurs 024
Geschichte / Politik

16.05.2024

Donnerstag 19.00 bis 20.30 Uhr

Internationale Verbrechen vor nationalen Gerichten

Möglichkeiten und Grenzen der Strafver­folgung nach dem Weltrechtsprinzip

Vortrag

Kriegsverbrechen in der Ukraine, systematische Folter in Syrien, Völkermord an den Jesid:innen – bestimmte Straftaten wiegen so schwer, dass sie die Staatengemeinschaft als Ganzes berühren. Für diese Kernverbrechen des Völkerstrafrechts besteht eine universelle Zuständigkeit zur Strafverfolgung. Nach dem sogenannten Weltrechtsprinzip können nationale Gerichte auch dann Recht sprechen, wenn die Taten im Ausland und weder von noch gegen eigene Staatsangehörige begangen wurden. Insbesondere in Deutschland wurden in jüngster Zeit historische Prozesse auf dieser Grundlage geführt. Für viele Betroffene bietet die internationale Strafverfolgung vor nationalen Gerichten die letzte Aussicht auf einen Funken von Gerechtigkeit – gerade in Situationen, in denen der Weg zum Internationalen Strafgerichtshof versperrt ist. Doch landen die richtigen Täter vor Gericht und was ist mit den Verbrechen mächtiger west­licher Staaten? Und ist das Strafrecht den Massenverbrechen, die in weiter Ferne begangen wurden, überhaupt gewachsen? Dieser Vortrag beleuchtet die Potenziale und Grenzen des Weltrechtsprinzips aus praxisbezogener Sicht und nimmt dabei aktuelle Situationen wie den Krieg gegen die Ukraine in den Blick.

Anmeldung bei der VHS Düsseldorf erforderlich:
https://vhs.duesseldorf.de/

Veranstaltungsort

VHS Düsseldorf, Berta von Suttner-Platz 1, Düsseldorf

Kooperationspartner

Volkshochschule Düsseldorf

Referent/in

Arne Bardelle, Rechtsanwalt und juristischer ­Berater beim European Center for Constitutional and Human Rights, Berlin

Leitung

- Dr. Uwe Gerrens

- Martin Link