Kurs 63
Kultur

07.05.2019

Dienstag 18.00 bis 19.30 Uhr

Nicht müde werden / sondern dem Wunder / leise / wie einem Vogel / die Hand hinhalten (Hilde Domin)

Frieden in der Literatur von der Antike bis heute

Vortrag

Literatur hat in allen historischen Epochen (auch) die Sehnsucht nach Frieden zum Ausdruck gebracht. Literarische Beispiele aus den chinesischen, altindischen, vorderasiatischen und mediterranen Kulturen bezeugen schon sehr früh eine weltweite Auseinandersetzung mit Friedensfragen. Für die Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit stehen z.B. Wolfram von Eschenbachs Parzival mit der versöhnlichen Darstellung von Muslimen und Christen, Erasmus von Rotterdam mit seiner bürgerlichen Kriegserklärung an den Krieg und Andreas Gryphius mit seiner Klage über die Folgen des 30-jährigen Krieges. Literatur der Neuzeit und Gegenwart ist geprägt von Kritik am Militarismus, der Front von Intellektuellen gegen Faschismus und Krieg, der kritischen Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges, gegen den Einsatz von Atomwaffen und die Wiederbewaffnung.

Veranstaltungsort

Haus der Kirche, Bastionstraße 6, Düsseldorf

Referent/in

Elke Nußbaum, Germanistin, Erkrath

Leitung

Dr. Gabriela Köster, Studienleiterin

Teilnahmebeitrag
7 €