Kurs 24
Theologie / Philosophie

04.06.2019

Dienstag 19.00 bis 20.30 Uhr

Nur das Unglaubliche ist gewiss

Das Wunder als philosophisches und theologisches Problem

Vortrag

Das Wunder ist, nach einem berühmten Wort Goethes, des Glaubens liebstes Kind. Und in der Tat ist die Wahrheit dieses Satzes jedenfalls in dem Sinne kaum bestreitbar, dass bislang keine der uns bekannten positiven Religionen, ja keine Form von religiösem Glauben überhaupt ohne den Anspruch aufgetreten ist, durch wunderbare Ereignisse zustande gekommen oder sogar legitimiert, zumindest aber mit diesen verknüpft zu sein. Andererseits provoziert dieser Anspruch seit jeher das Ärgernis und den Widerspruch des aufgeklärten Verstandes, der alles Wunderbare in den Bereich des Mirakulösen und d.h. zugleich der bloßen Fiktion und (Selbst-)Täuschung verbannt. Am Leitfaden klassischer Positionen und Autoren von Thomas von Aquin (1225 – 1274) bis Richard Swinburne (geboren 1934) werden wir in der Veranstaltung versuchen, dem Rätsel des Wunders bzw. den hauptsächlichen Streitpunkten in den einschlägigen historischen und aktuellen Debatten auf die Spur zu kommen. Dabei wird neben dem Problem des Wunderbegriffs die Frage nach der Rationalität oder Irrationalität des Wunderglaubens im Mittelpunkt stehen.

Veranstaltungsort

Haus der Kirche, Bastionstraße 6, Düsseldorf

Referent/in

Prof. Dr. Heiko Schulz, Theologe und Religionsphilosoph, Frankfurt am Main

Leitung

Harald Steffes, Studienleiter

Teilnahmebeitrag
7 €