Michelangelo Buonarroti und die Evangelische Theologie? Dieser Bezug mag viele verwundern, da der Künstler doch scheinbar zum Sinnbild der von Luther und den anderen Reformatoren kritisierten Papstkirche des 16. Jahrhunderts geworden ist. Doch ein genauer Blick auf das Werk Michelangelos (auch das literarische) zeigt ein höchst gebrochenes Verhältnis zu der Kirche, wie der Künstler sie in Rom vorgefunden hat, sowie eine sehr persönliche Frömmigkeit, in der Gottes „rechtfertigende Gnade“ deutlich im Mittelpunkt stand. Zudem war er Teil der Gruppe der römischen „Spirituali“, die im Zentrum der Kirche versuchten, Gedanken der Reformation zu implementieren. Dieser spannenden Spur wollen wir in einem bilderreichen Vortrag nachgehen.
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Ev. Kirchenkreis, Hohe Straße 16, Düsseldorf
Dr. Marco A. Sorace, Theologe und Kunstwissenschaftler, Düsseldorf