Bei Bonhoeffers erst nach seinem Tod mit der „Ethik“ veröffentlichtem Text „Die Rechte natürlichen Lebens“ handelt es sich um den ersten Versuch einer Theorie der Menschenrechte in der deutschen theologischen Tradition. Bonhoeffers Entwurf hat darum einige Besonderheiten, auch einige Vorzüge gegenüber neueren Entwürfen. Der Völkerbund war noch ohne eine Menschenrechtserklärung ausgekommen, die amerikanische und die französische Menschenrechtserklärung stammten aus dem achtzehnten Jahrhundert und waren nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit; mit einer Erklärung für alle Menschen inklusive der in den Kolonien taten sich die Kolonialmächte schwer. Argumentativ betrat Bonhoeffer damit Neuland. Er knüpfte allerdings an Erfahrungen aus dem Studium in New York an, als er eine „Civil Liberties Union“ kennenlernte, die für etwas kämpfte, was sich „racial justice“ oder „black justice“ nannte.
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Ev. Kirchengemeinde Urdenbach, Gemeindehaus, Angerstraße 77, Düsseldorf
Dr. Uwe Gerrens, Studienleiter
Margarete Preis, Presbyterin, Düsseldorf