Kurs 17
Interreligiöser Dialog

12.05.2022

Donnerstag 20.00 bis 22.00 Uhr

Goethe und der Koran

Vortrag mit Nachgespräch

Vortrag

Unter allen Dichtern deutscher Sprache hatte Goethe das leidenschaftlichste und zugleich kenntnisreichste Interesse für die Kultur des ­Orients und des Islam.

Der Referent, Literaturwissenschaftler und Theologe an der Universität Tübingen, zeigt dies in seinem 2021 erschienenen Buch „Goethe und der Koran“. Er ergänzt damit ­seine bisherigen Arbeiten zum interreligiösen Dialog von Christen und Muslimen durch Ein­beziehung der großen Literatur. Goethes Arbeiten zu diesem Dialog streben ein besseres, wechselseitiges Verstehen von Religionen und Kulturen an. Dabei will der Weimarer mehr als Toleranz: „Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“ Eine Forderung, die in einer politisch aufgeladenen Zeit wie der unsrigen neu gehört werden will angesichts der „schrecklichen Vereinfacher“ auf beiden Seiten, die Goethe entweder für den Islam vereinnahmen oder gegen den Islam ausspielen wollen.

Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich

Anmeldung
goethemuseum@duesseldorf.de,
Telefon 0211 / 899 63 63

Veranstaltungsort

Goethe-Museum Düsseldorf, Jacobistraße 2, 40211 Düsseldorf

Kooperationspartner

Goethe-Museum und Kreis der Düsseldorfer Muslime

Referent/in

Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel, Tübingen